Der DelikatessenShop  

Wir bieten viele verschiedene Varianten süßer Knabbereien an, darunter kandierte Früchte, Dörr- und Trockenobst, Studentenfutter, aber auch dragierte Kerne, Nüsse und Früchte.


Kandierte Früchte

Kandieren (auch Konfieren) ist eine Konservierungsmethode für frische, essbare Pflanzenteile (meist Früchte und Obst), bei welcher der Zuckergehalt der Früchte auf mindestens 70 Prozent erhöht und der Wassergehalt reduziert wird.

Durch Übergießen mit einer aufgekochten lauwarmen Zuckerlösung von zunächst 500 Gramm pro Liter Wasser wird die Frucht stark gesüßt und das Wasser durch osmotische Prozesse entzogen. Nach einem Tag wird die Lösung mit zusätzlichem Zucker erneut aufgekocht und lauwarm über die abgetropften Früchte gegossen. Dies wiederholt man mehrere Male, damit sich eine Zuckerkruste bildet. Anschließend lässt man die Früchte gut trocknen und lagert die mit einer Zuckerschicht überzogenen kandierten Früchte.

Zur Erleichterung des Wasserentzugs werden die Früchte mit einer Nadel mehrfach eingestochen oder in Scheiben geschnitten.

Zum Kandieren eignen sich Kirschen, Ananas, Pflaumen, Erdbeeren, Mandarinen, Kumquats, Scheiben von Zitronen, Orangen und Kiwis, Chilischoten, die Schale der Cedrat und Pomelo, Stücke von Melonen, Birnen, Kürbis, Papaya, Kokosnussscheibchen, aber auch Lotossaat oder -wurzeln, Ingwer, Angelika (Engelwurz) oder Veilchen und einige Blütenarten.

Die bekanntesten kandierten Produkte sind Zitronat und Orangeat (österr. Aranzini) sowie Cocktailkirschen.

In der Gegenwart wird das Kandieren oft als farbliche oder geschmackliche Verbesserung für Nahrungsmittel benutzt, ohne einen Konservierungseffekt erreichen zu wollen. Dies trifft beispielsweise für kandierte Früchte zu, wie sie auf (Weihnachts-)Märkten zu erhalten sind.



Dörr- und Trockenobst

Trockenobst (auch Trockenfrucht oder Dörrobst) ist gedörrtes Obst mit einer Restfeuchtigkeit von etwa 20 %.
Die im Handel erhältlichen Mischungen von Dörrobst werden als Mischobst oder Backobst bezeichnet.

Trocknen bzw. Dörren ist eine der ältesten Konservierungsarten. Reife Früchte werden langsam bei geringer Wärmezufuhr getrocknet, je nach Größe in ganzen Stücken oder in zerkleinerter Form. Früchte mit Kernen sollten vor dem Trocknen entkernt werden. Das Trocknen kann in speziellen Dörrgeräten oder im Backofen erfolgen. Ein alternatives Verfahren ist das Trocknen auf einem Rost auf dem Dachboden oder das Aufhängen des Trockengutes an einer Schnur. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung können die Früchte auch im Freien an einer luftdurchlässigen Unterlage (Baumwollmull oder Gaze) getrocknet werden. Auf jeden Fall sollten sich die Früchte während des Trocknens nicht berühren, da sie verkleben könnten.

Durch das Dörren verlieren die Früchte an Feuchtigkeit und ihr prozentualer Zuckergehalt steigt an, was sie längere Zeit haltbar macht (einerseits fehlt den Mikroorganismen die Lebensgrundlage Wasser, andererseits wird durch die erhöhte Zuckerkonzentration und die hygroskopische Wirkung von Zucker die Wasseraufnahme zusätzlich erschwert; siehe auch Osmose). Durch die erhöhte Konzentration von Aromastoffen bekommen sie auch einen intensiveren Geschmack.

Getrocknet werden kann bei Temperaturen von 0 °C - 70 °C. Bei zu hohen Temperaturen verliert das Trockengut allerdings schneller Geschmack und Aroma und bereits ab Temperaturen von 40 °C werden erste Vitamine zerstört.

Trockenobst sind eine reiche Vitamin- (A, B1, B2, B3, B5, B6) und Mineralstoffquelle (Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium, Natrium, Kupfer, Mangan) mit ca. 250 Kilokalorien und ca. 1 bis 5 g Eiweiß pro 100 g.

Zum Trocknen geeignete Früchte sind Äpfel, Birnen (Kletze), Pflaumen und Zwetschgen (Dörrpflaume), Wein (Rosinen, Korinthen, Sultaninen, Zibeben), Erdbeeren, Kiwis, Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen und einige rote Beeren wie Cranberries, Berberitze und Hagebutte (die erst nach dem ersten Frost erntereif ist, dann aber schon so gut wie trocken ist). An Südfrüchten sind insbesondere getrocknete Datteln und Feigen zu nennen, es werden auch exotische Früchte wie Bananen, Papayas, Ananas, Mangos, Jackfrucht und Kokosnuss in getrockneter Form angeboten. Seltener sind getrocknete Maulbeeren erhältlich.

Nach botanischer Definition entstehen Früchte aus befruchteten Blüten. Demnach sind auch Tomaten Früchte, die auch getrocknet werden können (nach obigen Methoden; mit Haut; ohne Kerne). Sie können auch zur weiteren Lagerung und Aromatisierung in verschiedene Öle eingelegt werden. Unter diese Definition fallende, trockenbare Früchte sind weiterhin: Aubergine, Hülsenfrüchte, Oliven und Paprika.

Datteln, Feigen und Rosinen waren bei den Wüstendurchquerungen der Karawanen über Jahrtausende unverzichtbare Lebensmittel. Auch für lange Expeditionen oder in der Schifffahrt war Dörrobst wichtig, um sich gegen Skorbut zu schützen. Noch bis in das mittlere 20. Jahrhundert hinein war Trockenobst neben Lagerobst eine der wichtigsten winterlichen Vitaminquellen der nördlicheren Regionen.

Der Zucker des Trockenobsts geht im Gegensatz zu Süßigkeiten nicht so schnell ins Blut, dadurch wird der Stoffwechsel nicht zusätzlich belastet und es wird eine längere Sättigung bewirkt.

Durch das beim Trocknen verloren gegangene Wasser und damit das Volumen bzw. das Gewicht kann das Sättigungsgefühl beeinflusst werden. Man nimmt mit getrockneten Früchten mehr Nährstoffe und Kalorien auf (bei gleichem Gewicht) als mit frischen Produkten. So haben 100 g frische Äpfel einen Energiegehalt von 226 kJ (54 kcal), getrocknete Äpfel hingegen haben bis zu 1067 kJ (255 kcal) pro 100 g.


Kulinarische Verwendung

Trockenobst eignet sich als Snack, als Beilage und findet Verwendung in Müsliriegeln, Müsli und Fruchtschnitten. Es ist eine Hauptzutat bei der Zubereitung von Früchtebrot. Das Obst kann in Wasser, Fruchtsaft oder Alkohol eingelegt werden und mit anderen Zutaten zu einer Füllung für Schweine- oder Gänsebraten verarbeitet werden. Getrocknete Früchte können auch mit Schokolade in Tafelschokolade und anderen Produkten kombiniert werden. Auch in der Zubereitung mit Eis finden getrocknete Früchte Anwendung.

 


Studentenfutter

Studentenfutter (auch Studentenhaber, Pfaffenfutter, schweizerisch auch Tutti-Frutti) ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte Bezeichnung für eine Mischung, die ursprünglich aus Rosinen und Mandeln bestand (amygdala cum uvis passis mixta). Später wurde auch anderes Trockenobst und andere ungesalzene Nüsse zugefügt, darunter Cashewkerne, Erdnüsse, Paranüsse, Walnüsse oder Haselnüsse.

Diese „Schleckerey deutscher Gymnasiasten und Burschen“ war durch die Verwendung der damals verhältnismäßig teuren Mandeln eher für finanziell gutgestellte Personenkreise zugänglich, woher die Bezeichnung Studenten- oder Pfaffenfutter herrührt.



Dragiertes

Ein Dragee, auch Dragée, aus dem Französischen, von lateinisch und griechisch tragemata, „Nachtisch“, ist eine Süßigkeit mit einem Überzug, der aus Zucker (auch karamellisiertem) oder aber beispielsweise auch aus Schokolade bestehen kann.

Die Überzüge aus Zucker sind sehr stabil gegenüber Umwelteinflüssen wie Wasser oder Luftsauerstoff. So lassen sich Stoffe schützen, die nicht wasser- oder sauerstoffstabil sind.

Dragieren kann man sehr vieles: Nüsse, Früchte, Mandeln, sogar Gemüse ... für all dies ist es eine Geschmackliche Bereicherung!

Verkostungen Parties