Der DelikatessenShop  

In unserem Shop finden sie scharfe Würzsaucen, die aus Chili hergestellt werden.
Chili ist nichts anderes, und das wird manchen Leser überraschen, als der uns wohlbekannte Paprika!
Paprika, Peperoni, Peperoncini und Chili sind in Wahrheit alles unterschiedliche Namen für Varianten der selben Pflanzenart, nämlich „Capsicum anuum“, gemeinhin auch „Paprika“ oder „Spanischer Pfeffer“ genannt.
Das Wort „Paprika“ kommt aus dem kroatischen oder serbischen und bedeutet so viel wie „die, die scharf ist“.
„Chili“ wiederum kommt aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken, und ist einfach ein Eigenname der Pflanze.

Paprika - und damit auch Chili - gibt es in vielen Farbvarianten.
Dabei gilt: grüne, violette oder schwarze Früchte (Beeren) sind immer unreif, reife Früchte können die Farben rot, orange, gelb, braun oder auch weiß annehmen.
Einige Sorten reifen über mehrere Farbstadien, zum Beispiel von grün über gelb zu rot.

Paprika gehört, wie auch Kartoffeln und Tomaten, zu den Nachtschattengewächsen. Daher sind die anderen Pflanzenteile, wie Blätter und Stengel, leicht giftig, während die Frucht - oder genauer gesagt, die Beere, zum Verzehr geeignet ist.
Ja, Sie haben richtig gelesen - botanisch gesehen gehören Paprikaschoten (und Peperoni, Chili ...) zu den Beeren!

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem südlichen Brasilien bis Bolivien, verbreitete sich aber bald als Nutzpflanze über weite Teile Amerikas.
Schon Columbus brachte erste Berichte von dieser Pflanze, die er noch „pimiento“, also Pfeffer, nannte, mit nach Europa.
Bald breitete sich die Pflanze mit den Kolonisationswellen und Handelsrouten der Europäer über die ganze Welt aus und wurde in vielen Ländern zu einem integralen Bestandteil der jeweiligen Küche.

Die Schärfe des Chilis bzw. Paprikas wird durch den Stoff „Capsaicin“ verursacht, der in sehr unterschiedlichen Konzentrationen in den einzelnen Sorten vorhanden ist.
Dabei gilt: je mehr davon ein Paprika enthält, umso schärfer ist er.

Die sog. „süßen“ oder milden Paprika, die seit 1950 in Ungarn gezüchtet wurden, enthalten fast kein Capsaicin mehr.
Im Vergleich dazu enthalten Peperoni etwa 5 mal so viel, ungarische scharfe Paprika 10 mal so viel, Peperoncini etwa 50 mal so viel, und sehr scharfe Arten, wie Tepin oder Habanero, etwa 1000 mal (!!!) soviel Capsaicin wie milde Paprika!

Ursprünglich war die Schärfe ein Abwehrmechanismus gegen Säugetiere, die schnell lernen, scharfe Paprika zu meiden. Dabei hilft ihnen auch die Wiedererkennbarkeit durch die leuchtenden Farben.
Für Vögel sind die Früchte übrigens aufgrund ihrer anders aufgebauten Geschmacksrezeptoren nicht scharf!

Die Schärfe von Chilis wird oft nach der „Scoville-Skala“ gemessen.
Pures, kristallines Capsaicin entspricht einem Schärfegrad von 15.000.000 bis 16.000.000 Scoville-Einheiten.

Ungefähre Einteilung:
mild (0 Scoville), zB Gemüsepaprika
pikant (100-1.500), zB Peperoni
mittelscharf (1.500-10.000), zB. Jalapeño
scharf (mehr als 30.000), zB Habanero, Cayenne

Die „Hot Sauces“, die scharfen Saucen auf Chilibasis, beinhalten neben Chili-Schoten auch oft unterschiedliche Obst- u Gemüsefrüchte, Essig und Gewürze.
Die Herstellung der Saucen kann durch Kochen, Fermentation aber auch durch Verwendung roher Zutaten erfolgen.

Beim Würzen ist Vorsicht geboten - je nach Sorte der Sauce, kann bereits ein wenig mehr Sauce ein wenig zu viel sein!
Probieren Sie die Saucen aus, wie gut sie sie vertragen, in welcher Konzentration sie sie den Speisen zufügen möchten, was ihren Geschmack am besten trifft.
Allgemeine Empfehlungen sind hier schwer zu geben - bis auf eine: lieber zunächst weniger nehmen, und nachher mehr dazugeben, als gleich in die Vollen zu gehen und sich damit zu überfordern!

Paprika (und Chili) enthalten viel Vitamin C.
Von den amerikanischen Ureinwohnern wurden sie gerne gegen Zahnschmerzen oder Arthrose verwendet - auch heute, in der modernen Medizin, dienen Präparate auf Basis der Pflanze als Mittel gegen rheumatische Schmerzen, Migräne, Gürtelrose, auch gegen Hexenschuss und andere Erkrankungen.

Die scharfen Saucen könen, in der richtigen - maßvollen - Dosis genossen, den Stoffwechsel verbessern, und die Verdauung auf natürliche Art und Weise ankurbeln.

Zu häufiges, zu scharfes Essen steht aber auch im Verdacht, für Gastritis, Durchfall, Magenschmerzen verantwortlich zu sein.

Daher: wie alles in Maßen und mit Verantwortung genießen!

Bei besonders scharfen Varianten gilt:
Vorsicht im Umgang: Augenkontakt vermeiden, Kontakt kann zu Reizungen der Haut bzw. der Schleimhäute führen!
Händewaschen hilft nur begrenzt, da Capsaicin nicht wasserlöslich ist!
Daher: Vorsicht!

Für Kinder nicht geeignet!

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